Geschichte

Unsere Geschichte ist seit 1672 gelebte Nächstenliebe aus dem Geist der heiligen Elisabeth von Thüringen getreu ihrem Leitsatz: 

„Wir müssen die Menschen froh machen.“

Elisabeth von Thüringen

Seit der Gründung besteht der hingebende Dienst der Schwestern bei den  Armen, Kranken und Waisenkindern in Luxemburg.

Im 19. und 20. Jahrhundert engagierte sich die stark ansteigende Zahl der Schwestern in den verschiedensten sozial-karitativen Werken im In-und Ausland.   

171 Jahre lang,  (von  1672 bis 1843) in schweren Zeiten von Kriegen und Wirren pflegten die Schwestern im Sankt Johannes-Hospital im Stadtgrund  Kranke, Arme und auch Waisenkinder.

Diese Niederlassung  war zugleich das erste Mutterhaus der Schwestern.  

 

 Wegen der  zunehmenden  Zahl von Kranken  zogen die Schwestern mit ihren Pfleglingen  in das 1843 durch die Säkularisation leergewordene Kloster der Klarissen, das Bürgerhospital  im Pfaffenthal,

Bischof J.-Theodor Laurent

 

Schwere Zeiten und  hemmende  Bevormundung des Staates  erlebten die Schwestern in der Josephinischen Aufklärung und in der Französischen Revolution.

Zu dieser Zeit nahm die Zahl der Ordenseintritte ab, sodass um 1809 der Bischof von Metz die wenigen Elisabetherinnen der französischen Kongregation „Sainte Chrétienne“ anschlieβen wollte.

1844 wollte der Apostolische Administrator Bischof Johannes Theodor Laurent die Elisabetherinnen mit den „Borromäerinnen von Nanzig“ verbinden.

Anna de Lassaulx

 

Es gelang aber dann dem Bischof, eine Borromäerin, Hildegard de Lassaulx, zum Übertritt in die Kongregation der Hospitalschwestern zu bewegen.

Mit ihr begann, ermöglicht  durch die politische Wende im staatlich freigewordenen Luxemburg, das Aufblühen und die Ausbreitung der Kongregation.

Auch ihre leibliche Schwester, Anna de Lassaulx, welche nach ihr die Leitung übernahm, spielte dabei eine wichtige Rolle.

„Unser Kloster ist die Welt“

Franz von Assisi

In den folgenden Jahren stieg die Zahl der Schwestern sehr schnell.

Auf Anfrage des jungen Luxemburger Staates übernahmen die Schwestern zunehmend  Dienste bei den Armen, Kranken, und anderen Bedürftigen im In-und Ausland,  bis in die Nachbarländer  Belgien, Deutschland und später im Belgischen Kongo in Afrika.

Ohne die Verfügbarkeit der Schwestern wäre der Staat noch nicht in der Lage gewesen, auf die vielen Notsituationen in der damaligen Bevölkerung adäquat zu reagieren.

Es gab zu der Zeit  noch keine Krankenkassen, keine Alters-und Sozialversicherungen.

Bis in die Hälfte des letzten Jahrhunderts stieg die Zahl der Schwestern über 700, die zu vielen weiteren sozial-karitativen Einsätzen bereit waren.